MTV Turnfest Triengen

MTV Altdorf und TV Amsteg gemeinsam am Regionalturnfest in Triengen        

Der MTV Altdorf und der Turnverein Amsteg reisten zusammen ans regionale Turnfest nach Triengen und erlebten ein meteorologisches und emotionales Wechselbad. Die 18-köpfige Altdorfer Delegation schaffte es unter teils schwierigen Bedingungen erstmals in der höchsten Stärkeklasse aufs Podest (3. Platz in der ersten  Stärkeklasse). Bei den Altdorfern feierte Ehrenmitglied Hans Arnold ein kleines, inoffizielles Jubiläum: Anno 1966, also genau vor 50 Jahren, bestritt er in Siebnen sein erstes Turnfest! Die 8-köpfige Amsteger Gruppe erreichte in der 3. Stärkeklasse den guten 5. Platz.

Zum ersten Mal versuchte sich der Turnverein Amsteg in den Disziplinen Fit&Fun an einem Turnfest, dies nach dreijähriger Turnfestabstinenz. Um sich für diese Herausforderung vorzubereiten, schloss sich die Truppe von Oberturnerin Lisi Gisler dem unter der Leitung des Obertuners Kari Kempf stehenden Männerturnverein Altdorf an und bestritt seit Frühling diverse Trainings gemeinsam.

Im ersten Wettkampfteil standen für die Altdorfer, sie bestritten im Gegensatz zu den Amstegern den Wettkampf am Morgen, die Disziplinen "Moosgummiring"-Lauf und "Intercross" auf dem Programm. Beim "Moosgummiring"-Lauf warfen 5 Läufer dem Fänger abwechselnd einen Gummiring zu. Der Fänger musste den Ring mittels Stab auffangen und dem Läufer wieder zuwerfen. Der Läufer hatte anschliessend eine Zusatzschlaufe zu absolvieren. Den Altdorfern gelang in der intensivsten Disziplin auf dem Acker von Triengen eine ansprechende Leistung, welche mit der Note 8.51 belohnt wurde.

Im "Intercross" musste Spieler 1 den Ball von Hand dem Spieler 2 zuwerfen. Spieler 2 warf den Ball mit dem Intercross-Gerät zu Spieler 3, welcher den Ball ebenfalls mit dem Intercross-Gerät fangen musste. Nach jeder Ballabgabe wurde die Position gewechselt. Trotz einiger ungewohnter Fangfehler und Unsicherheiten im Ablauf erzielten die Altdorfer die Note 8.53. In der Summe ergab das für den ersten Wettkampfteil die  Note 8.52.

Im zweiten Wettkampfteil hiessen die Disziplinen "Fussball-Korb" und "Ballkreuz". Beide Disziplinen fanden auf gutem Fussballplatz-Terrain statt. Im "Fussball-Korb" galt es auf der einen Platzhälfte, auf Zuspiel hin einen freihängenden Korb zu treffen und den Ball wieder zu fangen. In der anderen Platzhälfte musste eine Fussballstafette absolviert werden. Die Seiten wurden laufend gewechselt. Die Fussballstafette gelang den Altdorfern sehr gut, mit dem Treffen in bzw. Fangen des Basketballs aus dem qualitativ schlechten Korb taten sie sich jedoch schwer. Trotzdem holte sich der MTV in dieser Disziplin mit 9.56 seine Tageshöchstnote.

 

 

Anschliessend begab man sich zum "Ballkreuz", der Paradedisziplin der Truppe von Oberturner Kari Kempf. Beim "Ballkreuz" mussten dem in der Mitte des Feldes stehenden Spieler die verschiedenen Bälle, ein Rugby-, Basket-, Volley-, und Tennisball, rasch und abwechselnd zugespielt werden. Nach jedem Pass musste ein Positionswechsel vollzogen werden. Der ersten der drei Altdorfer Gruppen gelang ein Top-Ergebnis. Beim Start der zweiten Gruppe setzte jedoch ein sintflutartiger Regen ein. Das erschwerte das Fangen der Bälle massiv, was sich im Ergebnis widerspiegelte. Die drei Gruppen holten sich in dieser Disziplin die Note 9.00 Punkte. Der zweite Wettkampfteil ergab damit die Note 9.28.

Im dritten Wettkampfteil galt es zwei neue Disziplinen zu bewältigen: Ein veränderter "Unihockey"-Parcours und das neue "8-er Ball". Im "Unihockey" durchliefen zwei 2er Teams gleichzeitig einen Slalomlauf , in welchem die zwei Spieler sich den Ball je Runde zwei Mal via kleines Tor zupassen mussten. Der Parcours gelang den Altdorfern auf dem mittlerweile wieder trockenen, aber etwas holprigen Strassenbelag recht gut Aufgrund der strengen neuen Notenskala erreichte die Altdorfer Gruppe nur 8.30 Punkte.

 

Das neue "8-er Ball" löste die Disziplin "Tennisball-Rugby" ab. 6 Spieler warfen sich auf dem mittlerweile rutschigen Acker in Form einer 8 einen Rugby- und einen Tennisall zu, während dem sie in einer O-Form ständig ihre Position wechselten. In dieser neuen Disziplin gab es eine ebenfalls streng bewertete  Note 8.45. Der letzte Wettkampfteil wurde damit mit der Note von 8.45 abgeschlossen.

 

Die erste Stärkeklasse wurde vom TV Sempach mit 26.85 Punkten gewonnen, knapp vor dem STV Wolfenschiessen (26.84 Punkte) und dem MTV Altdorf mit 26.25 Punkten. Oberturner Kari Kempf zeigte sich mit dem erreichten 3. Rang zufrieden, wohlwissend, dass mit einem optimalen Wettkampf der Turnfestsieg möglich gewesen wäre.

Am Nachmittag startete der Turnverein Amsteg zu ihrem ersten "Fit&Fun" Abenteuer. Als erste Disziplinen standen "Fussball-Korb" und "Ballkreuz" auf dem Programm. Beide Herausforderungen meisterte das kleine Team gut (Note 9.10). Anschliessend galt es im "Unihockey" und "8er-Ball" viele Punkte zu erzielen. Ihre Vorstellung in den neuen Disziplinen wurde mit 8.70 belohnt. Zum Abschluss standen noch "Moosgummiring" und "Intercross"  bevor. Während sich bei den Amstegern in der Laufdisziplin gegen Ende die nachlassende Kondition und damit die sinkende Konzentration bemerkbar machte, zeigten die Newcomer beim "Intercross" eine gute Leistung. Der dritte Wettkampfteil ergab die Note 8.25. Als Gesamtnote holte sich Amsteg die gute Wertung von 26.05, was der Truppe von Oberturnerin Lisi Gisler den sehr guten 5. Rang einbrachte.

Ein Turnfest besteht bekanntlich nebst dem sportlichen Wettkampf auch aus viel Geselligkeit und beim MTV zusätzlich aus dem Auskundschaften der Region. Selbstredend feierten die zwei Vereine bis in die späten Abendstunden gemeinsam ihre Ergebnisse im Festzelt. Am Sonntagmorgen trennten sich die Wege der zwei Vereine. Während das Team von Amsteg weiterhin die Turnfestatmosphäre genoss, stand für die Altdorfer ein HIKE auf dem Programm. Nach dem Frühstück in Jimmys Bäsebeiz in Mooslerau  führte eine wegen der schlechten Witterung verkürzte Wanderung die Altdorfer von Mooslerau zurück nach Triengen. Den Ausklang des Turnfestwochenendes bildete für den MTV Altdorf traditionell das gemeinsame Nachtessen im Restaurant Kreuz. Oberturner Kari Kempf resumierte nochmals die Leistung der Altdorfer Delegation, während Präsident Markus Schuler den Teilnehmern zum guten Ergebnis gratulierte und Kari Kempf und seinem Leiterteam für ihr Engagement dankte. Alle waren sich einig: Das gemeinsame Erlebnis und die tolle Zusammenarbeit zwischen Amsteg und Altdorf in der Vorbereitung und am Turnfest soll nicht einmalig bleiben.

Pirmin Walker

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