MTV: Turnfest in Dörflingen

Podestplatz des MTV Altdorf am Schaffhauser Kantonalturnfest in Dörflingen

Der MTV Altdorf nahm in Dörflingen erfolgreich am Schaffhauser Kantonalturnfest teil . Das tolle Resultat der Hauptprobe vom vergangenen Wochenende in Ruswil (28.89) konnte jedoch klar nicht erreicht werden.

Am Samstagmorgen startete eine hochkonzentrierte 19-köpfigen Delegation aus dem Urner Hauptort, bestehend aus 16 Wettkämpfern, 1 Kampfrichter und zwei Helfern zum zweitägigen Tripp nach Schaffhausen mit den Vorsatz, am Kantonalturnfest das tolle Turntagergebnis aus Ruswil vom vergangenen Wochenende zu toppen, wodurch auch ein erstmaliger Turnfestsieg Tatsache werden könnte.

Bei eher schwierigen äusseren Bedingungen, die Wettkämpfe fanden auf einem durchnässten, begrünten Acker statt, und einem sehr unvorteilhaften Zeitplan – zwischen den Wettkampfteilen gab es mehrstündige Pausen, was einen guten Wettkampfrhythmus kaum zuliess - startete der MTV Altdorf seinen Wettkampf mit den Disziplinen "Moosgummiring"-Lauf und das "Tennisball-Rugby". Beim "Moosgummiring"-Lauf warfen die 5 Läufer dem Fänger abwechselnd einen Gummiring zu. Der Fänger musste den Ring mittels Stab auffangen und dem Läufer wieder zuwerfen. Der Läufer hatte anschliessend eine Zusatzschlaufe zu absolvieren. In dieser Disziplin unterliefen der ersten der zwei Altdorfer Gruppen 5 technische Fehler. Die zweite Gruppe konnte nicht ihr gewohntes Tempo in ihren Aktionen umsetzen, was sich im Ergebnis zeigte. In der anschliessenden "Tennisball-Rugby"-Disziplin musste auf der einen Spielfeldhälfte dem Mitspieler ein Tennisball via Bodenplatte zugeworfen werden. Auf der anderen Spielhälfte wurde dem Mitspieler ein Rugbyball über eine Schnur zugepasst. Die jeweiligen Passempfänger übergaben sich den Ball nach kurzem Spurt jeweils in der Spielfeldmitte. Auch in dieser Disziplin zeigte der MTV Altdorf Nerven und leistete sich zu viele technische Mängel. Der erste Wettkampfteil wurde für die erfolgsverwöhnten Altdorfer mit der doch eher enttäuschenden Note von 8.53 Punkten abgeschlossen.

Der nächste Wettkampfteil bestand aus den Disziplinen "Fussball-Korb" und "Intercross". Im "Fussball-Korb" galt es auf der einen Platzhälfte, auf Zuspiel hin einen freihängenden Korb zu treffen und den Ball wieder zu fangen. In der anderen Platzhälfte musste gleichzeitig eine Fussballstafette absolviert werden. Die Seiten wurden laufend gewechselt. Insbesondere beim Fussballpassspiel bekundeten die Altdorfer mit dem sehr holprigen Terrain und dem schlechten Ball grosse Mühe. Dazu schlichen sich beim Korbballwurf noch unnötige Fehlwürfe ein! Im anschliessenden "Intercross" musste Spieler 1 den Ball von Hand dem Spieler 2 zuwerfen. Spieler 2 warf den Ball mit dem Intercross-Gerät über eine Distanz von 12 Meter zu Spieler 3, welcher den Ball ebenfalls mit dem Intercross-Gerät fangen musste. Nach jeder Ballabgabe wurde die Position gewechselt. Auch in dieser Disziplin lief es nicht ganz nach Wunsch, das Ergebnis des zweiten Wettkampfteils war mit 8.62 nur unwesentlich höher als im ersten Wettkampfteil.

Mit seiner stärksten Disziplin, dem Ballkreuz, starten die Altdorfer nach einer fast 3 stündigen Pause - in welcher es auch mehrfach regnete, in den letzten Wettkampfteil. In dieser Disziplin mussten dem in der Mitte des Feldes stehenden Spieler verschiedene Bälle, ein Rugby-, Basket-, Volley-, und Tennisball, rasch und abwechselnd zugespielt werden. Nach jedem Pass wurde ein Positionswechsel vollzogen. Der Urner Crew gelang diese Disziplin sehr gut. Bei der letzten Disziplin "Unihockey" galt es  für die Zweierteams nach jeweils kurzem Slalomlauf sich den Ball durch ein kleines Tor zuzuspielen bzw. direkt zu übergeben. Auch hier agierten die Altdorfer gut, drei der 8 2er-Teams schafften gar die Maximalnote und holte sich für den dritten Wettkampfteil ansprechende 9.35 Punkte. Insgesamt reichte es den Altdorfern zu einer Gesamtnote von 26.50 Punkten.

Gespannt wartete die Altdorfer Crew um Oberturner Karl Kempf beim Aprés-Wettkampf im Festzelt auf die Gesamtrangliste im Wissen, dass auch die anderen Vereine mit den Verhältnissen kämpfen mussten. Reichte die tolle Note von 29.22 beim letztjährigen Turnfest in Appenzell noch zum 7. Rang, so rücken die erreichten 26.50 Punkte, welche den tollen 3. Rang bedeuteten, in ein ganz anderes Licht! Selbstredend wurde dieser Podestplatz auf dem Festgelände ausgiebig gefeiert. Gewonnen wurde die zweite Stärkeklasse von der MR Wynigen (27.53 Punkte) vor MR/DTV Felsberg (26.92 Punkte) und dem MTV Altdorf (26.50 Punkte.)

Nach einer für einige Altdorfer eher kurzen Nachtruhe stand am Sonntag für die meisten Altdorfer ein einmal passiveres Ausklingen des Turnfests auf dem Programm. Zuerst genoss man im Landgasthof Hüttenleben in Thayngen beim ehemaligen Altdorfer Renato Pedroncelli und seiner Frau Maria ein wunderbares Frühstück. Für 6 Altdorfer Teilnehmer der Welt-Gymnaestrada 2015 Helsinki war dann bereits am Vormittag eine Probe für ihren grossen Showauftritt vom Nachmittag angesagt. Die andern Turnfestteilnehmer nutzten die Zeit bis zur Vorstellung mit dem 90 minütigen Fussmarsch von Thyngen zu Fuss über Wald, Feld und Wiesenwege zurück nach Dörflingen ans Turnfest, um nach dem Mittagessen nebst den Siegerehrungen die farbenfrohe Aufführung der 900! Gymnaestrada-Vertreter zu bewundern.

Nach der Heimreise fand das erfolgreiche Turnfestweekend beim traditionell gemeinsamen Nachtessen seinen Schlusspunkt. Heuer erstmals in der Stiftung Papilio, wo man von Roland Baltermi und seinem Team kulinarisch verwöhnt wurde. Dabei konnten der stolze Präsident Markus Schuler und der Oberturner Karl Kempf in ihren Ansprachen nochmals auf die erfolgreiche Turnfestteilnahme am Schaffhauser Kantonalturnfest in Dörflingen zurückblicken.


hintere Reihe von links: Ruedi Arnold, Rolf Muheim, Karl Arnold, Franz Christen, Lisi Gisler, Manfred Seidner, Conny Gamma, Walter Arnold, Markus Schuler (Präsident) Werner Furger, Ferdi Walker (Kampfrichter),
Vordere Reihe von links:  Otti Walker, Karl Kempf (Oberturner), René Arnold, Sybille Eller, Franz Walker, Jolanda Gerig, Pirmin Walker, Hans Arnold

Bericht: Pirmin Walker

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