MTV Turnreise 2011

Nur in der Wiener Luft spürt man den b’sonder’n Duft

Turner-Reise vom 8.- 11. September 2011

Donnerstag, 8. September 2011

reise-horz

Sicherheitshalber vororientiert wurden alle am Reisetag nochmals telefonisch ganz persönlich von Österreich-Kenner und Reiseleiter Manfred Seidner. 17 Personen trafen sich um 15.30 Uhr am Bahnhof in Flüelen. Auf der Fahrt nach Kloten Flughafen stiess beim Hauptbahnhof Zürich noch Rolf von Rotz zur Gruppe. Leider hatte er deshalb keine Gelegenheit mehr, Rolf Muheims offerierten österreichischen „Einstimmungs-Rebensaft“ zu kosten. Am Flughafen ging der Check-in problemlos über die Bühne. Eine Ausnahme: Die aus Sicherheitsgründen abgegebenen Gürtel mit Metallschnallen verursachten da und dort Probleme („Hosä abä laa“).

Sicher landete die illustre Reisegruppe rechtzeitig um 20.00 Uhr in Wien Schwechat. Einziges Problem: Kari Kempf fand seinen Koffer erst wieder beim Westbahnhof. Eine junge, attraktive, sportliche Dame hatte Karis Koffer mit dem Ihrigen verwechselt und den Irrtum erst spät bemerkt (Anmerkung des Verfassers: Koffermodell: Aktion Coop. Superpunkte). Die Fehlbare brachte den Koffer persönlich Kari zurück, so dass auch er für die nächsten Tage wieder sein eigenes Zahnbürstli hatte. Gegen Mitternacht erreichten wir mit Bus und Taxi das Hotel Kolping Wien Zentral, Gumpendorfer-Strasse 39.


Freitag, 9. September 2011

wien-horz

Wien will zu Fuss „ergangen“ werden. Nach einem perfekten Frühstück zog die Gruppe um 08.30 Uhr los. Reiseführer Manfred, zu Beginn noch ein „bisserl“ nervös, sich selbst beruhigend mit einem oder zwei Glimmstängeln, Marke „Muratti Ambassador“, führte gezielt zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten: Hofburg, Naturhistorisches Museum, Kunsthistorisches Museum, Parlamentsgebäude, Rathaus, Burgtheater und die Zeltstadt des Circus Roncalli am Rathausplatz. Den Ring muss man gesehen haben. Der Wunsch des Reisereporters wurde erfüllt: einmal in einem typischen Wiener Café zu sitzen und Kuchen zu essen. Im Café Landtmann wird Kaffeetradition gelebt: verschiedene Sorten wie Maria Theresia, Mozart Kaffee, Fiaker, überstürzter Neumann, ein langer Schwarzer und andere mehr stehen zur Auswahl. Stadtbesichtigungen zu Fuss machen Appetit. An der Bräunerstrasse im „Ilona Stüberl“ wurden die Wien-Entdecker ungarisch verwöhnt und man fühlte sich (beim Gang auf die Toilette) in die Puszta versetzt.
Am Nachmittag standen Hundertwasserhaus, „Hundertwasser Village“ und Schloss Belvedere auf dem Programm. Unvergesslich verbunden bleiben diese Eindrücke von grosser Architektur und Geschichte Wiens und Europas.
„Wo gibt’s 1 Meter Bier? Nur hier.“ Den Abend verbrachten die Altdorfer Turnerinnen und Turner im bekannten Bierlokal Centimer am Spittelberg, 7. Siebensterngasse. Die „kleinen“ Menus werden in Erinnerung bleiben. Nur zwei von achtzehn Turner und Turnerinnen haben ihren Teller leer geschafft.


Samstag, 10. September 2011

belveldere

Auf dem Weg zu Sissi und der bekanntesten Sehenswürdigkeit Wiens wühlte sich die Reisegruppe durch einen lauten und bunten Vielvölkchen-Trödelmarkt mit „Ramsch-„Angeboten, die hier in der Schweiz wohl kaum einen Abnehmer fänden. Und dann der Kontrast: Schönbrunn. Schloss Schönbrunn bezaubert durch Lage, Architektur, Geschichte. Im Schlosspark huschte plötzlich „ein Etwas“ zwischen den Bäumen und Wegen hin und her. War es ein Tier? Wie heisst es? Wer kann den Namen korrekt aussprechen? Ist es etwa ein „Oachkatzlschwoaf“?
Auf dem weiteren Tagesprogramm stand das Ziel „Stephansplatz“ mit Dom-Besichtigung. Auf der Fahrt zu diesem Stadtzentrum erhielt die Gruppe in der U-Bahn ungeplant auch noch „Bibelstunde“ eines Weltbekehrers.
Dann lockte die Donau Badefreudige, Bootsliebhaber oder Beizenhocker und Coup-Schlemmerer. Der Kahlenberg ist ein Aussichtspunkt, den die Reisegruppe deshalb besucht hat, weil ein einmaliger Blick über die Stadt Wien geboten wird. Beim Heurigenwirt zum Martin Sepp, im Stadtteil Grinzing, ist Reiseführer Manfred beim ersten Durchgang vorbeigelaufen. Beim zweiten Anlauf hat es geklappt und die Gruppe erlebte gemütliche Stunden. Beim Zahlen hatten einzelne Gäste jedoch Schwierigkeiten mit dem weiblichen Servierpersonal…


Sonntag, 11. September 2011

prater-horz

Ein Kurzbesuch im Prater war angesagt und Reiseführer Manfred wollte noch vor der Mittagszeit wieder in der Stadt sein. Weit gefehlt! Da ältere Herren der Reisegruppe von den spektakulären und atemberaubenden Bahnen derart begeistert waren und sogar den Zutritt der Altershöchst-Limit von 60 Jahren negierten, wurde aus dem Kurzbesuch ein ganzer Tag im Vergnügungspark. Zwei Beispiele: Kettenkarussell „Prater Turm“, 117 m hoch, 60 km/h, das höchstfliegende Karussell der Welt. Walter Pfyl und Hans Brun waren nicht mehr zu halten. Ejection Seat. Katapultiermaschine. Höchstalter 60 Jahre, Mindestalter 14 Jahre. Mindestgrösse: 110 cm. Mindestgewicht: 50 kg. Abgeschossen wird mit 6 G, 160 km/h, auf 80 m Höhe. Die höllische Fahrt wurde ohne Ausweiskontrolle von Paul Schuler und Hans Arnold erprobt.
Am Spätnachmittag offerierte Reiseführer Manfred im „My Way“ eine Weinrunde und hielt eine Schlussrede. Mit der Niki Airlines erreichte die Gruppe nach einem turbulenten Flug die Schweiz. Und im Zug Richtung Zentralschweiz verabschiedete Präsident Wädi Arnold die Wien-Reisenden und alle richteten ein „Riesenkomplement“ und ein grosses „Dankeschön“ an Organisator und Reiseführer Manfred.

Ruedi Arnold, 18.Sept. 2011